Das Land stellt einen hohen zweistelligen Millionenbetrag für die Kommunen bereit, um sie beim Bau von Unterkünften für Flüchtlinge finanziell zu unterstützen.

Das Land stellt einen hohen zweistelligen Millionenbetrag für die Kommunen bereit, um sie beim Bau von Unterkünften für Flüchtlinge finanziell zu unterstützen. Die Landtagsabgeordneten Ralf Nentwich (Grüne), Petra Häffner (Grüne), Swantje Sperling (Grüne), Christian Gehring (CDU) und Staatssekretär Siegfried Lorek (CDU) freuen sich darüber, dass das Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen ein entsprechendes
Förderprogramm zur Errichtung von neuen Wohnungen zur Anschlussunterbringung auf den Weg gebracht hat. Davon können auch die Städte und Gemeinden im Rems-Murr-Kreis profitieren: Ab 15. September können sie sich bei der L-Bank um die Landeszuschüsse bewerben.
„Städte, Gemeinden und Landkreise können sich bei der Aufnahme von Flüchtlingen auf die Unterstützung des Landes verlassen. Ein Zuschuss in Höhe von 80 Millionen Euro wird bereitgestellt. Dadurch können zahlreiche neue Häuser, Wohnungen oder Modulbauten Ralf Nentwich MdL
Abgeordneter für den Wahlkreis Backnang errichtet oder saniert werden, um für die zahlreichen betroffenen Menschen ein Dach über dem Kopf zu bieten. Denn wir wissen: Vor Ort wird Wohnraum immer knapper – die Lösung schafft nun die Grundlage für neue Unterbringungsmöglichkeiten landesweit“, sagten die Landtagsabgeordneten. Die Förderung beträgt 1.000 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Falls das Gebäude aus vorgefertigten modularen Bauteilen zusammengesetzt wird, liegt der Zuschuss bei 825
Euro. Das Geld fließt auch dann, wenn Kommunen neuen Wohnraum erwerben oder durch Baumaßnahmen an bereits bestehenden Gebäuden neue Wohnungen entstehen.
„Wichtig ist, dass das Förderprogramm eine hohe Verlässlichkeit und Verbindlichkeit bietet“, erläuterten die Abgeordneten. Und weiter: „So ist eine zehnjährige Zweckbindungsfrist und eine zwanzigjährige Haltedauer vorgesehen, um für geflüchtete Menschen Wohnungen, Häuser und Systembau zur dauerhaften Nutzung auch über die nächsten Jahre zu gewährleisten.“ In Rems-Murr-Kreis werden mehr als 200 neue Geflüchtete pro Woche aufgenommen. Es sind bereits mehr als 4000 Geflüchtete alleine aus der Ukraine im Rems-Murr-Kreis angekommen. Weit mehr als Hunderttausend ukrainische Flüchtlinge sind bis Ende August nach Angaben des Migrationsministerium in Baden-Württemberg erfasst worden.
Die Landtagsabgeordneten sind sehr dankbar für den großartigen Einsatz und Zusammenhalt der kommunalen Familie für einen starken Rems-Murr-Kreis. Bereits 2015 hatte der Kreis einen sehr engagierten und herausragenden Beitrag zur humanitären Hilfe geleistet.

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